Mein Tun

17 03 2009

Was tut sie nur? Viel. Leider geht es nur als Untergrundarbeit durch.

So beispielsweise sich die Weisheitszähne ziehen lassen als eine spezielle Form des Extremsports. Weiterhin klicke ich mich durch die Blog-Literaturszene, um mir einen Überblick zu verschaffen. Sehr zeitintensiv, aber auch bereichernd. Dann arbeite ich an meiner Ideen-Verabreitungsmaschine und teste den yWriter 5 oder erweitere meine digitalen MindMaps, in welche meine angeschwemmten Ideen eingeknüpft werden. Die Ausmaße meiner Maps nehmen lexikalische Undurchsichtigkeit an. Und je tiefer ich mich in die Literaturwelt wühle, desto mehr verlockende Nischen entdecke ich. Wieso müssen die Semesterferien schon so bald wieder enden?

Wer träumt nicht davon, sich in eine Bücherhöhle zu verkriechen, zwischendurch mit einem Leiterwagen auf literarischen Streifzug gehen, wieder in der Höhle angekommen sich in seine Kuhle einzumümmeln, Roibushtee schlürfen und Ideen ausbrüten … Keiner?


Literaturnews

13 03 2009

Habe mittlerweile mehr das Gefühl, Rezensionen setzen sich aus Standardsätzen zusammen. Beleg dafür ist folgender Artikel aus dem Titel-Magazin. Vielleicht ist es also idealistisch, wonach ich strebe und Rezensionen, jedenfalls diese, die sich künstlerisch hochstehend anhören, sind nur eine erlernbare Sprache für sich. Nun, wenn sie erlernbar ist, umso besser. Dann lerne ich einfach die Sätze auswendig und schon denkt jeder, ich wüsste Bescheid. Und wenn jemand doch dahinter schauen sollte, dann kann ich ja noch immer vorwerfen, er hätte den Kern meiner Kritik nicht verstanden. Bei der Abstraktheit, die solche Kritiken an den Tag legen, wäre das auch kein Wunder.

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Wie haengen Rezensionen und Literatur zusammen?

11 03 2009

Ihr merkt, ich habe Ferien. Das bedeutet, dass ich unablässig lese, lese, lese und ganz schlimm: nachdenke. Denn das Nachdenken führt ja meist erst nach Tagen oder Wochen zu einem neuen Weg und bis dahin herrscht Chaos. Da hatten die Griechen recht, alles entsteht aus dem Chaos, aber man droht auch daran zu verzweifeln, denn der Verlust ist die andere Seite der Kreation. Nun denn, Philosophie für Anfänger beiseite, ich sammle momentan alle Blogs, die sich in irgendeiner Form mit Literatur beschäftigen. Sehr unterhaltsam. Meine Lesezeichenliste ist über die Zeit angeschwollen, dann wurde sie radikal niedergemetzelt, so dass nur die guten Wurzeln übrigblieben und jetzt quellen daraus neue Seiten hervor. Lesen »


Medienkonsum der letzten Zeit

11 03 2009

Die letzten Tage haben sich einige Eindrücke angesammelt, die ich kurz kommentiert festhalten möchte:

Die erste Fotogalerie, die mir tatsächlich etwas gebracht hat. Erschienen auf Sueddeutsche.de mit dem Titel „Preisung der grotesken Dame“. Wunderbar zu lesende Buchauszüge aus „QQ“ von Max Goldt mit den passenden Bildern kombiniert. So entdecke ich doch gerne Literatur!

(Ich weiß, „Wunderbar zu lesende Auszüge“ ist nicht gerade eine präzise Stilbeschreibung, aber ich arbeite daran. Noch fällt es mir schwer, das Gefühl beim Lesen in Worte zu fassen. Wer an meinen Assoziationen interessiert ist: Intellektuell humorvoll, nicht lautlachend, nachdenklich schmunzelnd, hervorragende Wortwahl, Wortgenuss. Doch wenn ich es so schreibe kommt es mir zu plump vor und ich will den Text am liebsten noch einmal lesen – doch dafür bleibt mir momentan keine Zeit.)

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Unheil

11 03 2009

Basierend auf dem Lied „Where do Ⅰ begin“ von Tom Gäbel entstand der folgenden Text. Ich mag es, die Szenerien, die mir zu Melodien einfallen, weiterzuentwickeln. Folgender Gedanke zum Anfang:

Unheil ballt sich wie Gewitterwolken über den Köpfen zusammen. Rasend schnell kippt der Tag in lauerndes Halbdunkel, stille Bäche werden zu bodenlosen Strömen und kein reines Gefühl wird diese Nacht überdauern. Es werden sich erheben all diese Gefühle, die tief vergraben gegen die glattbetonierte Oberflächte wummerten: Auferstehn, größer als wie du sie verurteilt hast, um dich mitzunehmen. Du wirst suchen nach dem Lächeln sonniger Tage, doch alles wird verlassen sein. Nur du wirst die Schuld zu tragen haben, die damals als Auszeichnung galt.

Dieser Text entstand ein paar Wochen später, passt jedoch auch zum Lied. Was für eine Form dieser Text genau ist, eine Mischform aus Brief, Gedicht und Szene, kann ich nicht sagen. Doch solche Dinge schreibe ich sehr gerne. Mir gefällt die Emotionalität, der Klang der Wörter. Die Gefühle und Worte sind kondensiert wie bei einem Gedicht, aber der Inhalt nicht so verschlüsselt.

Gib mir deinen Mund, ich will still Tschüss sagen

Gib mir deine Hand, ich will mich sacht von dir lösen

wenn du willst kannst du mitkommen. ich will gehen

endlich loslassen und andere Wege finden. auch du wirst mich nicht hier halten können.

meine opferbereitschaft hat dich schon immer erschreckt

aber was hat dir an mir gefallen?

zum gefallen musst du verstehen, und du verstehst nicht ganz, wie es mir geht.

Meine Worte zu dir werden immer nüchterner werden. Die Betrunkenheit behalte ich für mich, nur in manchen Momenten werde ich dich noch sehnsuchtsvoll anblicken, als meinen Traum. Aber du hörst mir nicht zu … sagst mir, es läge an mir. Und wenn es an mir liegt, dann will ich noch schneller meine Sachen packen. Denn dann brauche ich nicht mehr auf den Wandel zu warten.

Trennen wir uns an dieser Stelle. Die Leere in mir wird immer größer. Du denkst ich übertreibe, ich fühle mich hilflos. Ich will, dass es mir besser geht. Für dich kann ich anscheinend nichts tun. Mal dir ein Bild von mir, das sollte reichen.

Sanft schließe ich die Tür und streiche über das Holz.


Spontan

11 03 2009

Vielleicht lag es an den langen Ferien, in denen ich mich ganz meiner Literaturneugier hingeben konnte, vielleicht an dem neuen Lesesessel, in dem ich nun stundenlang Bücher und Internet durchstöbert habe oder den vielen neuen Literaturblogs, die ich jetzt intensiver verfolge – jedenfalls hat mich nun die Lust gepackt wieder öffentlich weiterzubloggen.

Auf meinem kleinen versteckten Blog hat sich in der Zwischenzeit einiges angesammelt, dass ich gerne zwischendurch einstreuen möchte.

Hauptsächlich jedoch möchte ich öffentlich weiterschreiben, um über die Bücher zu berichten, die ich lese, euch Einblick in meine Entwicklung und Gedanken zu gewähren und weiter schön zu schreiben. Das hört sich jetzt hier doch recht gönnerhaft an, wenn ich von „Einblick gewähren“ spreche. In nuce profitiere ich doch davon, dass ich im Blog meine Gedanken zu der Lektüre oder anderen Dingen schärfen und ordnen muss.

Und wie sieht der neue Weg aus? Als erstes Weltliteratur durcharbeiten und Stilepochen, um eine ordentliche literarische Basis zu bilden. Passende Literaturplattformen für Leser und Autoren ausfindig machen für weitere Anregungen. Das gehört zum Stil. Unabhängig davon sammle und ordne ich meinen unaufhörlichen Gedankenfluß zum Inhalt. Besonders das Ordnen mutiert manchmal zu mentaler Labilität, doch auch dafür habe ich mittlerweile Wege eingeschlagen.

Wegen dieser Teilung in Stil und Inhalt werde ich auch die Kategorien etwas umdrechseln. Noch nicht sicher bin ich mir darüber, wie viel ich von dem, was ich mir so ausdenke, hier reinstellen kann. Wohl eher weniger.

Schamlos werde ich meine eklatanten Lücken (ach, ist das schön, wieder einen Platz für solch wundervolle Wörter zu haben) in Sachen großer Literatur und Genie-Ignoranz offenlegen. Auch Orthographie wird (wie immer?) nicht immer mit der Sorgfalt verfolgt, die ihr sicherlich zusteht. Doch manchmal heißt es eben: Entweder ein schludriger Beitrag oder keiner.

So, nun sinke ich in meinen weichgepolsterten Ledersessel zurück und grüble darüber nach, wie oft doch meine Spontanität mich und meine berechtigten Bedenken überholt. Wie gerade jetzt.