Zwischenstand in Koeln

24 10 2009

Ich habe jetzt schon so lange nicht mehr gebloggt, dass ich wirklich eine Weile rumprobieren musste, bis mir das Passwort wieder einfiel! Ich habe immer wieder mal darüber nachgedacht, wieder etwas zu bloggen, doch es fehlte der Anstoß. Dann kam Willis Kommentar zu „Kennst du deine Eltern nackt“ in mein Postfach geflattert und nicht nur die Komplimente darin haben mich dazu bewegt, wieder kurz von mir hören zu lassen.

Grundsätzlich hat das viele positive Feedback, das ich hier bekommen habe, mich dazu gebracht, ernsthaft meinen Wunsch, ein Buch zu schreiben, anzugehen. Und so sitze ich hier und arbeite an meinem Plot, lese Bücher übers Schreiben, Fachbücher über Psychologie – mache also das Gleiche wie sonst auch, nur mit einem konkreteren Ziel und mittlerweile erkennbaren Fortschritten.

Doch nebenbei mache ich auch gerade mein Praxissemester in Köln, einer Stadt, in der es häufiger regnet als in London, aber die trotzdem von sich zu überzeugen weiß. Der Job passt, die Wohnung neben der Innenstadt passt, doch leider weilen meine Gedanken häufiger in anderen Welten als die Schönheit hier zu genießen.

Was gab es noch? Im Sommer war ich in Prag und musste feststellen, dass es meine Seelenstadt ist. Wie kann man das erklären? Diese Stadt berührt mich wie ein Schmonzetten-Film und passt so gut wie keine andere in meine verwinkelte Welt, ist sogar mittlerweile in meine Träume übergegangen. Ach, Prag…wieso führst du eine Fernbeziehung mit mir?

So, jetzt habe ich doch einen schönen Rundblick gegeben.

Grüße aus Köln!


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2 Antworten zu “Zwischenstand in Koeln”

9 11 2009
Felix (22:58:54) :

Schön, dass Du wieder bloggst.
Worum soll es in Deinem Buch gehen?

10 11 2009
Lysann (09:50:22) :

Hey, Felix!

Schön, von dir zu hören :-). Ich würde nicht sagen, dass ich wieder blogge. Es bleibt schlicht keine Zeit, denn meine gesamte Kraft – neben der Arbeit – fließt in das Buch. Tja worum es geht ist schon schwieriger zu beschreiben. Im Grunde geht es um eine Reise ins Unterbewusstsein, die Selbsterkenntnis und Selbstwerdung. Eigentlich ja ein klassisches Erwachsen-Werden-Thema, oder? Was mich eben fasziniert, sind diese psychologischen Prozesse, die Komplexe und der Kampf, um sie zu überwinden, die Symbole in einem selbst und natürlich habe ich tausend Ideen das Ganze verschleiert dem Leser unterzuschieben ;-) am meisten macht mir dabei Spaß, all diese Theorien in Bilder zu verpacken. Die Buchidee spukt schon sehr lange rum, das Thema auch, aber seit zwei Monaten nun habe ich es wirklich in Angriff genommen und sitze eigentlich einmal mindestens am Tag daran und verdichte die Geschichte. Zu Weihnachten soll dann die gesamte Handlung inklusive Details feststehen und es kann losgehen mit schreiben. Nebenbei arbeite ich auch schon an der Illustration, die ich selbst machen möchte‑ ich zeichne ja gerne und für irgendwas muss ja Kunst im Abi gut gewesen sein ;-). Allerdings macht mir das Plotten so viel Spaß und ich liebe raffinierte Geschichten mit vielen Querverweisen, Details, wiederauftauchenden Zeichen, etc. dass es mittlerweile ziemlich komplex geworden ist. Mein Ziel ist eigentlich, ein Buch zu schreiben, dass mir selbst gefallen würde. Und da habe ich leider hohe Ansprüche :-).
So, ich hoffe, du verzeihst mir jetzt, dass ich gerade nicht mehr dazu komme deinen Blogeinträgen zu folgen.
Liebe Grüße aus Köln!

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