Ich bin ja jetzt zum Feedreader geworden im wortwörtlichen Sinn. Nachteil ist, man öffnet all die Artikel, die sich interessant anhören mit dem festen Vorsatz sie später einmal zu lesen. Mit höchster Konzentration und idealer Weiterverarbeitung der Information. Fakt ist, mittlerweile habe ich mir Google Chrome nur für zu lesende Artikel installiert, da ich sonst 6 Tableisten in meinem Firefox offen hätte (ja, ich weiß, Zahlen unter 12 oder so soll man ausschreiben, aber ich bin der Meinung, dass dann die Zahlen nicht mehr so beeindruckend über den Text herausragen. Ich habe 12 Eier gegessen. Oder ich habe zwölf Eier gegessen. Na, was hört sich beeindruckender an?). Noch schlimmer ist, wenn man die Artikel liest und gute Gedanken dazu hat oder ihn so gut findet, dass man ihn nicht schließen und damit verlieren will. Darum poste ich jetzt einfach hier einige der besten Artikel, in der Hoffnung, dass ich sie später hier auch wieder finde – sollte ich sie jemals suchen.
Sehr unterhaltsam ist zum Beispiel das Szenensprachenwiki, das Duden gestartet hat. Hier kann jeder Wörter aus der Umgangssprache, die es bis jetzt noch nicht in den Duden geschafft haben, eintragen. Meist haben sie das nicht aus guten Gründen – aber dafür soll ja jetzt extra ein Szenesprachlicher Duden herausgegeben werden. Am Besten sind die Diskussionen rund zu der Wortbedeutung. Außerdem versteht man dann auch wieder mehr, wenn man mit seiner kleinen Schwester kommuniziert (bewusst offen formuliert).
Nächster Lieblingstab ist der Artikel von Max Scharnigg von jetzt.de über das „Klumsche Paradoxon„. Als nicht vom Modeltraum befallenes Mädel, dass die Sendung „Topmodel“ trotzdem gerne schaut – also als direkt Betroffene – finde ich seine Gedanken zur seltsamen Faszination, die davon ausgeht, sowohl nachvollziehbar, als auch amüsant zu lesen. Scheint wohl auch heimlich zu schauen.
Hm, wie ich so den Rest meiner Tabs durchschaue, bemerke ich, dass ich da wohl nicht mehr viel mit dem geneigten Leser teilen kann. Wordpresstuner-Tipps, Schriftstellerbiographien, Motivationsanleitungen und tausend Fundstücke, an denen mich meist nur ein Satz fasziniert und eine Idee festhalten soll.
Ich habe mir überlegt den Header für meinen Blog selbst zu zeichnen. Dann hätte ich mal wieder einen Anlass mich an den Zeichenblock zu setzen – allerdings schüchtert mich der Technikaspekt doch ziemlich ein. Vielleicht mache ich es, wenn mir dieses Apfelmotiv, das ich momentan trage, noch weiter auf den Geist geht. So in etwa – wie Jesus R. Velasco es so schön vorgemacht hat – könnte ich es mir auch hier vorstellen. Die Frage ist nur, ob ich vor lauter Gestaltung nicht den eigentlichen Zweck des Blogs, nämlich regelmäßig zu schreiben, vernachlässige. Mehr oder weniger bewusst vernachlässige. Ich habe das Gefühl, Arbeitsvermeidung geht manchmal seltsame Wege – die meist noch mehr Arbeit verursachen.
Letzte Idee des Tages: Obwohl ich heute nach langer Zeit wieder joggen war und einen unglaublich gesunden Apfel und zwei unglaublich gesunde Sandwichs mit allem möglichen Grünzeugs hatte, lässt mich die Idee eines Yogurette-Kuchens nicht los. Ich glaube, ich werde mit der Erfindung des Yogurette-Kuchens in die Unsterblichkeit eingehen. Die missglückten Versuche kann ich ja essen.








Kommentare