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	<title>Elysisch &#187; Arbeit</title>
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	<description>Die Welt mit anderen Worten sehen.</description>
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		<title>Marathon versus Sprint</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 06:07:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie angek&#252;ndigt, will ich heute ein bischen n&#228;her auf das Thema Berufsalltag eingehen. F&#252;r mich handelt es sich dabei trotz einiger Praktika immer noch um ein Thema, dass ich als gewisserma&#223;en Au&#223;enstehende beurteile. Ich bin froh, noch nicht vor der Entscheidung zu stehen, ob ich lieber Sicherheit oder Selbstverwirklichung (sprich Freiheit) erreichen m&#246;chte. Ich denke, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie angek&uuml;ndigt, will ich heute ein bischen n&auml;her auf das Thema Berufsalltag eingehen. F&uuml;r mich handelt es sich dabei trotz einiger Praktika immer noch um ein Thema, dass ich als gewisserma&szlig;en Au&szlig;enstehende beurteile. Ich bin froh, noch nicht vor der Entscheidung zu stehen, ob ich lieber Sicherheit oder Selbstverwirklichung (sprich Freiheit) erreichen m&ouml;chte. Ich denke, jeder hat andere Vorstellungen, was seinen Job betrifft. Auf jeden Fall will keiner die letzen zwei Arbeitsstunden des Tages immer wieder auf die Uhr schauen und leise verzweifelt &#8222;Let me go hooo-ooo-oome&#8220; von Michael Bubl&eacute; summen.</p>
<p><strong>Gelernt habe ich aber so viel:</strong></p>
<p>Wenn du durch das Unternehmen l&auml;ufst &#8211;&#160;und sei es, um einen Notizblock zu holen&#160;&#8211; geh niemals mit leeren H&auml;nden. Nimm einen Notizblock mit. Das sieht nach &#8222;wichtig&#8220; und &#8222;besch&auml;ftigt&#8220; aus.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 298px"><img src="http://lh4.ggpht.com/LysannK/SJSom4qAjbI/AAAAAAAAAXg/YAXuGt194mg/s288/jobBild.jpg" alt="" width="288" height="159" /><p class="wp-caption-text">Gesehen? Die Madame in der Mitte weiss das auch. Nur so kann sie sich in der harten Männerwelt behaupten.</p></div>
<p>Wenn du um 14 Uhr das Unternehmen verl&auml;&szlig;t (nat&uuml;rlich wegen der vielen &Uuml;berstunden) und davor noch telefonierst, verabschiede dich mit einem &#8222;Und ein sch&ouml;nes Wochenende&#160;&#8211; falls wir uns nicht mehr sehen.&#8220; Alles andere h&ouml;rt sich nach faul und zu wenig besch&auml;ftigt an.</p>
<p>Wenn du am Arbeitsplatz sitzt und in Gedanken abschweifst (meistens der Moment, in dem man vertr&auml;umt aus dem Fenster schaut), so kritzel nebenbei etwas aufs Papier. Das sieht auch nach ordentlich besch&auml;ftigt und wichtig aus. Also immer sch&ouml;n einen Stift in der Hand halten.</p>
<p>Bester Zeitpunkt f&uuml;r eine Pause ist nicht die Mittagspause. Da hat man sich sozial zu verhalten und  vorsichtig beim Small-talk-Ballett mitzutanzen. Wehe man verpasst den Einsatz oder redet zu viel oder noch schlimmer: das Falsche. Eigentlich ist man in dieser Zeit unter dem gr&ouml;&szlig;ten Leistungsdruck. Also: Abschalten ist erst in der unauff&auml;lligen Teepause erlaubt. Der Gang in die K&uuml;che entspannt und man kann vollkommen gedankenfrei dem Wasser beim Kochen zuschauen, das frische Aroma des Tees beim Aufgie&szlig;en einatmen und langsam zur&uuml;ckschlendern, mit einem St&uuml;ck Ruhe in der Tasse. Angesichts des Bl&auml;tterinfernos kommt es bei mir auf bis zu 4 Tassen Tee am Tag. Ja, obwohl wir Sommer haben.</p>
<p>Allgemein ist es mir r&auml;tselhaft, wie Menschen von 8 Uhr morgens bis 17 Uhr abends durcharbeiten k&ouml;nnen. Ich bin nicht faul, ich hoffe ich erwecke hier nicht den falschen Eindruck! Aber wenn ich eine Sache mache, so geht das zwei Stunden intensiv und danach ist mein Hirn erstmal Brei und ich ben&ouml;tige dringend Abwechslung. Man blickt auf und sieht dass alle anderem im B&uuml;ro hochkonzentriert weiterarbeiten. Keiner sieht auch nur eine Minute nicht nach Arbeit aus. Also rafft man sich zusammen, qu&auml;lt sich weiter durch&#160;&#8211; und macht dann meistens mehr Fehler als sonst und ruft gedanklich das erl&ouml;sende Mittagsessen herbei. Am Nachmittag das gleiche Spiel. Allerdings mit immer mehr Teepausen durchsetzt. Was machen die stundenlang? Vielleicht arbeiten sie langsamer und daf&uuml;r l&auml;nger? Bin ich ein Sprint-Arbeiter? Denn eigentlich komme ich mit der Arbeit immer sehr gut hin und bin meist fr&uuml;her fertig als vereinbart. Und wenn dem so ist, was mache ich dann in der Zeit, die ich zur gedanklichen Regeneration ben&ouml;tige und sehe dabei auch noch besch&auml;ftigt aus? Momentan ist meine Strategie eine noch recht ehrenwerte angesichts meiner Situation. So lese ich viele Online-Zeitungen, was ja eigentlich f&uuml;r mein Studium wichtig ist und informiere mich f&uuml;r kommende Praktika und Praxissemester. Die Feuilletons kenne ich mittlerweile besonders gr&uuml;ndlich. Trotzdem, die Verwunderung angesichts der Marathonworker bleibt.</p>
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		<title>Das Leben der Archivare</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 16:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lageberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter einem Dokumentar oder Archivar stellt man sich einen buckligen Alten vor, der durch die Katakomben schl&#252;rft, immer mit einem Stapel uralter Dokumente beladen. Er allein kann noch die kryptische Notiz am Rand der wichtigen Verk&#252;ndung entschl&#252;sseln, er allein kennt alle wichtigen Namen der Geschichte, die leider vom Staub der Zeit zugedeckt wurden. Im Kontakt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin:10px;" src="http://lh3.ggpht.com/LysannK/SJSM7wrTjNI/AAAAAAAAAXY/jdXLIVGkmH8/s144/gutenbergbibel_160.jpg" alt="" width="114" height="144" />Unter einem Dokumentar oder Archivar stellt man sich einen buckligen Alten vor, der durch die Katakomben schl&uuml;rft, immer mit einem Stapel uralter Dokumente beladen. Er allein kann noch die kryptische Notiz am Rand der wichtigen Verk&uuml;ndung entschl&uuml;sseln, er allein kennt alle wichtigen Namen der Geschichte, die leider vom Staub der Zeit zugedeckt wurden. Im Kontakt zur Au&szlig;enwelt zischt er meistens Mahnungen der Art: &#8222;Nichts ber&uuml;hren!&#8220;, &#8222;Nein, fass das nicht an, du bringst das nur durcheinander!&#8220; oder &#8222;Finger weg! Wo hast du das rausgezogen??! Ich hatte doch alles gerade erst geordnet&#160;&#8230;!&#8220;.</p>
<p>Das mit den Katakomben stimmt durchaus, auch zerdr&uuml;ckte Pappkartons mit ungewissen Inhalt oder &uuml;berquellende, unlesbar beschriftete Ordner geh&ouml;ren zu meinem Einsatzgebiet. Bucklig bin ich allerdings bis jetzt noch nicht, aber mein Bizeps l&auml;sst sich sehen. Fraglich nur, ob das noch unter die Rubrik Traumfigur f&auml;llt.</p>
<p>Das Sch&ouml;ne daran, ist dass man dem &#8222;Arbeitsplatz&#8220; entfliehen kann. Ich bin gerne im Geb&auml;ude unterwegs, allein in R&auml;umen, vergraben in Papier. Man kann sagen was man will, aber in einem Drei-Mann-B&uuml;ro ist man eben immer irgendwie &uuml;berwacht. Doch davon morgen mehr.</p>
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