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	<title>Elysisch &#187; Erotik</title>
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	<description>Die Welt mit anderen Worten sehen.</description>
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		<title>Nein, nicht BAguette, BRAguette!</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 17:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues Erfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wei&#223;, ich wei&#223;! Ich sollte etwas unterhaltsam lehrreiches &#252;ber Heckenrosen schreiben. Gerade bl&#252;hen sie &#252;berall und duften so verf&#252;hrerisch nach Fr&#252;hsommer. Und ich wollte es wirklich! Aber&#8230; ich kann euch meine neuste Entdeckung nicht vorenthalten:
Die Braguette&#160;&#8211; auch bekannt unter dem Namen Schamkapsel.
Aufmerksam auf sie wurde ich durch Papilias Artikel. Gesehen hat sie wahrscheinlich jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&szlig;, ich wei&szlig;! Ich sollte etwas unterhaltsam lehrreiches &uuml;ber Heckenrosen schreiben. Gerade bl&uuml;hen sie &uuml;berall und duften so verf&uuml;hrerisch nach Fr&uuml;hsommer. Und ich wollte es wirklich! Aber&#8230; ich kann euch meine neuste Entdeckung nicht vorenthalten:</p>
<p><strong>Die Braguette&#160;&#8211; auch bekannt unter dem Namen Schamkapsel.</strong></p>
<p>Aufmerksam auf sie wurde ich durch <a title="Papilias Mittelalterblog" href="http://papilias.wordpress.com/2008/05/26/unterwasche-im-mittelalter/" target="_blank">Papilias Artikel</a>. Gesehen hat sie wahrscheinlich jeder schon einmal auf Bildnissen oder Statuen (ja, ich denke explizit an die Statue in der TU Darmstadt). Aber dass sie erstens so hei&szlig;en und zweitens diese Mode derart au&szlig;er Ruder lief&#160;&#8230; den Rest &uuml;berlasse ich dem anst&auml;ndigem <a title="Wikipedia Schamkapsel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schamkapsel" target="_blank">Wikipedia</a>. Ich k&ouml;nnte es niemals so trocken und kommentarfrei wiedergeben.</p>
<p>Jedenfalls musste ich nat&uuml;rlich sofort nach weiteren Bildern googeln. Ja, ich wei&szlig;, auch das eine verwerfliche Handlung. Schiebt es aber wenigstens auf die wissenschaftliche Neugier und nicht die Sensationslust. Das h&ouml;rt sich besser an.</p>
<p>Dabei traf ich folgenden Herren. Darf ich vorstellen? <span>Rudolf von Habsburg in seiner Ritterr&uuml;stung. &Auml;hem, sie ist auch noch ganz gut in Schuss, schlie&szlig;lich wird sie oft poliert. Wie man sieht, mit besonderer F&uuml;rsorge an einer Stelle:<br />
</span></p>
<p><img style="vertical-align:middle;margin:15px;" src="http://www.kultura-extra.de/templates/getbildtext2.php?text_id=00000002393" alt="Ritterrüstung von Rufdolf von Habsburg" width="221" height="353" /></p>
<p>F&uuml;r diejenigen, die sich fragen sollten &#8222;Warum in aller Welt&#160;&#8230;?!&#8220;. Nun, es bringt Gl&uuml;ck. Genauer gesagt m&auml;nnlichen Nachwuchs, sollte man gerade welchen ben&ouml;tigen.</p>
<p>Also denkt an Goethes weises Gedicht, wenn ihr mal wieder zuf&auml;llig in Innsbruck sitzt:</p>
<p>&#8222;Willst du immer weiter schweifen?<br />
Sieh, das Gute liegt so nah,<br />
Lerne nur das Gl&uuml;ck ergreifen,<br />
Denn das Gl&uuml;ck ist immer da.&#8220;</p>
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		<title>Reportage</title>
		<link>http://elysisch.com/2008/04/reportage/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 11:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlossene Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schleichen ums Buchregal
Warum eine Buchhandlung der beste Ort ist, um zu beobachten, wie die Gesellschaft wirklich mit Sex umgeht.

In tiefer Konzentration bl&#228;ttert sie zur n&#228;chsten Seite und liest weiter. Pl&#246;tzlich sp&#252;rt sie eine Bewegung. Hastig klappt sie das Buch zu, schiebt es unauff&#228;llig unter den gro&#223;en Stapel Kochb&#252;cher und schaut auf. Eine Buchh&#228;ndlerin l&#228;uft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><strong><span>Das Schleichen ums Buchregal</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span><span style="font-style:italic;">Warum eine Buchhandlung der beste Ort ist, um zu beobachten, wie die Gesellschaft wirklich mit Sex umgeht.</span><br />
</span></p>
<p><span>In tiefer Konzentration bl&auml;ttert sie zur n&auml;chsten Seite und liest weiter. Pl&ouml;tzlich sp&uuml;rt sie eine Bewegung. Hastig klappt sie das Buch zu, schiebt es unauff&auml;llig unter den gro&szlig;en Stapel Kochb&uuml;cher und schaut auf. Eine Buchh&auml;ndlerin l&auml;uft an ihr vorbei.</span></p>
<p>Sex gilt in unserer Gesellschaft als ein offenes Thema. Es ist v&ouml;llig normal Sex zu haben, und v&ouml;llig normal, dass das jeder von uns wei&szlig;. Sogar der Buchh&auml;ndler. Zwischen den Buchregalen entdeckt man jedoch Spuren, die ein anderes Bild von uns zeichnen.</p>
<p><span>Das versteckte Buch vom Anfang ist eines von vielen Sexratgebern. Mit Titeln wie &bdquo;Orgasmus XXL&#8220;, &bdquo;Millionen Frauen warten auf dich&#8220; oder &bdquo;Die perfekte Liebhaberin&#8220; findet man sie entweder in der Abteilung Partnerschaft oder Wellness, wo sie mitunter die H&auml;lfte des Buchbestandes ausmachen. Erotik schreibt keiner auf die gro&szlig;en Leitschilder. Auch auf Augenh&ouml;he findet man solche B&uuml;cher nicht. Die Buchtitel wecken die Neugier, doch das riesige Format und das eindeutige Layout scheinen die Blicke der gesamten Buchhandlung auf sich zu ziehen. Vor allem, da in den modernen Buchhandlungen das Konzept des totalen Durchblicks praktiziert wird. Vorbei sind die Zeiten, als man eben mal unauff&auml;llig st&ouml;bern konnte. In den neuen Buchhandlungen soll man die Weite des freien Geistes sp&uuml;ren. Die verglaste Verkaufsfront erlaubt einen Blick bis in die letzte Ecke. Doch daf&uuml;r bietet die freundlich moderne Buchhandlung runde Sitzgruppen, die von allen Seiten gut einsehbar sind. Meistens sitzt eine Beraterin sogar in der N&auml;he.</span><br />
<span style="font-size:11pt;"><br />
<strong>Das Eichh&ouml;rnchenprinzip</strong><br />
</span><span>Kein Wunder also, dass Erotikb&uuml;cher von weniger freiz&uuml;gigen Lesern immer wieder in andere Abteilungen verschleppt und dort untergeschoben werden. Eine Art Eichh&ouml;rchnchenprinzip, dass eine Buchh&auml;ndlerin besonders verzweifeln l&auml;sst. &#8222;Die Kunden stecken die B&uuml;cher einfach an anderer Stelle ganz hinten rein.&#8220; Im Gegensatz zu den meisten B&uuml;chern, die ganz offen an die falsche Stelle gelegt werden. Deswegen &uuml;berpr&uuml;ft Sie t&auml;glich ihre Abteilung, um die verirrten B&uuml;cher wieder einzusammeln. Man kann nur mutma&szlig;en, wie es zu solch einer Situation kommt: Gelangweilte Ehem&auml;nner auf dem Weg zur Sportabteilung? Sprachstudenten, die die ruhige W&ouml;rterbuchabteilung dem ungesch&uuml;tzten Erotikregal vorziehen? </span></p>
<p><span>Ganz offen dagegen scheint die j&uuml;ngere Generation mit Sex umzugehen. &bdquo;Vor der Abteilung gibt es &ouml;fters Ansammlungen von Jugendlichen, die sich gut h&ouml;rbar einander aus den B&uuml;chern vorlesen und dann mit den eigenen Erfahrungen vergleichen&#8220; erz&auml;hlt eine Buchh&auml;ndlerin. Gut zu sehen ist dabei, wie sie den Mund absch&auml;tzig verzieht. Ob es mehr das Thema oder die Lautst&auml;rke ist, das sie st&ouml;rt? &bdquo;Allgemein ist die Erotikabteilung gut frequentiert&#8220; best&auml;tigt eine andere Buchh&auml;ndlerin. Sie habe den Eindruck, dass besonders Jugendliche, die gerade ihre ersten Erfahrungen mit der Sexualit&auml;t machten, dort anzutreffen w&auml;ren. Den Anteil sch&auml;tzt sie auf 70 Prozent. Gerade den J&uuml;ngeren werden die meisten Sexualratgeber verkauft. Sicher ist Interesse da, aber auch die Tatsache, dass man in allen Internetbuchhandlungen erst bestellen darf, wenn man vollj&auml;hrig ist, spielt eine Rolle.</span></p>
<p><strong><span>Nur nicht in die Augen schauen!</span></strong><span><br />
In einer Darmst&auml;dter Buchhandlung steht eine B&uuml;cherinsel mit Erotikratgebern mitten im Gang. Jedem Taschenbuch stehen die Seiten ab. Ein Buch &uuml;ber Sex wird im Durchschnitt wesentlich &ouml;fter durchgebl&auml;ttert als jedes andere Buch. Eine ganz andere Sache dagegen ist, sich sozusagen noch einmal &ouml;ffentlich zu seinem Interesse an &bdquo;Supersex&#8220; zu bekennen. Die Rede ist vom Kaufen. Eine Buchh&auml;ndlerin aus Ludwigsburg erz&auml;hlt: &bdquo;Gerade &auml;ltere M&auml;nner sieht man oft auf der Couch sitzen und das halbe Buch durchlesen.&#8220; In anderen Buchhandlungen wird diese Aussage best&auml;tigt. &Auml;ltere M&auml;nner zeigen sich zwar sehr interessiert am Sortiment, tauchen jedoch selten mit dem Buch vor der Kasse auf.</span></p>
<p><span>Beim Kauf kann man einige verbreitete Verhaltensstrategien beobachten: Das verwickelnde Gespr&auml;ch, das umgedrehte Buch, um das auff&auml;llige Cover zu verbergen und den Klassiker, den jeder vom Kondomkauf kennt: Die &#8218;Unter Todesstrafe der Verk&auml;uferin nicht in die Augen schauen&#8216;-Taktik. Zwei Buchh&auml;ndlerinnen erinnern sich noch sehr deutlich an ein 14j&auml;hriges M&auml;dchen: &#8222;Sie lief schnell auf die Kasse zu, schmiss das Buch auf den Tisch und drehte sich sofort weg.&#8220; Beleibe nicht alle verwenden so viele Gedanken auf den simplen Akt des Buchkaufs. Aber vor allen den M&auml;dchen ist es peinlich. Dabei schreibt Schriftstellerehepaar Bodansky in ihrem Buch &#8222;Orgasmus XXL&#8220;: &#8222;Wir k&ouml;nnen uns kein vergn&uuml;glicheres Thema vorstellen&#8220;.</span></p>
<p><span>Ob nun eine Buchhandlung der beste Ort ist, um zu beobachten, wie die Gesellschaft wirklich mit Sex umgeht, sei dahingestellt.<br />
Sollte es aber so sein, so bin ich froh, dass man immer wieder auch jugendliche P&auml;rchen sieht, die aneinandergeschmiegt auf der Couch sitzen und sich gegenseitig Tipps aus den Erotikb&uuml;chern vorlesen. </span></p>
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