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	<title>Elysisch &#187; Etymologie</title>
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	<description>Die Welt mit anderen Worten sehen.</description>
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		<title>Eisenhelme im Februar</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 11:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war wieder am Bl&#228;ttern durch mein Herkunftsw&#246;rterbuch als ich auf den Isegrim stie&#223;.
Isegrim?
War das nicht der Wolf?
Man trifft ihn heutzutage wohl &#246;fter in den Kreuzwortr&#228;tseln als in den M&#228;rchenb&#252;chern.
Seit dem 10. Jahrhundert ist Isangrim ein M&#228;nnername, der so viel hei&#223;t wie &#8222;Eisenhelm&#8220;. Der Namensteil &#8222;grim&#8220; wird hier noch als Helm oder Maske verstanden, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="left" src="http://lh5.google.de/LysannK/R6MNcp2HbMI/AAAAAAAAAPI/gWBkywwrRSU/s288/Reinekeemblem.jpg" alt="" hspace="15" vspace="10" align="left" /><strong>Ich war wieder am Bl&auml;ttern durch mein Herkunftsw&ouml;rterbuch als ich auf den Isegrim stie&szlig;.<br />
Isegrim?<br />
War das nicht der Wolf?<br />
Man trifft ihn heutzutage wohl &ouml;fter in den Kreuzwortr&auml;tseln als in den M&auml;rchenb&uuml;chern.</strong></p>
<p>Seit dem 10. Jahrhundert ist Isangrim ein M&auml;nnername, der so viel hei&szlig;t wie &#8222;Eisenhelm&#8220;. Der Namensteil &#8222;grim&#8220; wird hier noch als Helm oder Maske verstanden, was man auch am Wort &#8222;Grimasse&#8220; sehen kann. Die Zeit kam und ging und aus dem Mann Isangrim (h&ouml;rt sich stark nach einem Zwerg aus Terry Pratchetts Scheibenweltromanen an) wurde der M&auml;rchenwolf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Isegrim">Isegrim</a>. Der ist schon eine Spur &#8218;grimmiger&#8216;&#160;&#8211; vielleicht weil die Gebr&uuml;der Grimm ihre H&auml;nde ihm Spiel hatten.</p>
<p>Hm, ganz nett, denke ich. Doch wo ist sein viel beeindruckenderer Freund der Fuchs Reineke? Ich kann mich noch erinnern, dass ich seinen Volksnamen &#8222;Reineke&#8220; als erstes von meinem alten Physiklehrer zu h&ouml;ren bekam. Wie es dazu kam ist mir auch r&auml;tselhaft. Jedenfalls findet man Reineke so nicht im Herkunftsw&ouml;rterbuch. Dabei war er mein gro&szlig;es Vorbild in jungen Jahren: In den verzwicktesten Lagen sich mit W&ouml;rtern den Weg freizuk&auml;mpfen und dann besser als zuvor aus der Geschichte herauszugehen&#160;&#8211; das kann und lehrt Reineke. Und w&auml;re ich kl&uuml;ger gewesen, h&auml;tte ich schon damals seine gewieften Reden und Tricks analysiert und auswendig gelernt. Man trifft nicht oft einen Meister.</p>
<p>Also f&uuml;hrt die Reise zu Wikipedia, wo es anscheinend f&uuml;r alles Experten gibt. Ich versuche mich nicht mehr zu wundern und tue es doch immer wieder. In Wikipedia findet man ganz sicher einen Menschen, der die Geschichte der Streichholzschachtel exakt nachverfolgt hat, auf die Schachtelgestaltung derart eingeht, dass selbst noch Kunstlehrer davon inspiriert werden k&ouml;nnten und alle Stellen aus der Literatur, in der auch nur ein Streichholzsch&auml;chtelchen zu Boden f&auml;llt, zitieren kann. Eine Schatzgrube. So habe ich auch diesmal Gl&uuml;ck und finde einen ausserordentlich lesenswerten Artikel zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reineke_Fuchs">Reineke Fuchs</a>.</p>
<p>Jetzt wei&szlig; ich wirklich alles &uuml;ber ihn. Doch bin ich so gef&uuml;llt mit Details, dass ich nicht wei&szlig;, wie ich es am Besten wiedergeben soll. Es sei hier nur gesagt, dass der Name Reineke aus der Komposition aus regin&#8209; (=Rat) und&#160;&#8211;hart (=stark, k&uuml;hn) besteht. Wer den Text liest, wird wissen, was ein Malepartus ist, warum ein Illustrator Hand in Hand mit dem verkleideten Cotta&#8217;schen Verlagsgreifen spazieren geht und wieso der gerissene Fuchs sowohl Goethe als auch Aesop besch&auml;ftigt hat.</p>
<p>Zur&uuml;ck zum Buch. Vielleicht finde ich ja unter Fuchs noch etwas interessantes? Und hier bemerke ich, dass mein Ged&auml;chtnis wirklich sensationsbed&uuml;rftig ist. Ich habe den Artikel verschwommen in Erinnerung, doch steht dick mein Fazit &#8222;entt&auml;uschend&#8220; darunter. Dabei ist der Artikel recht ausf&uuml;hrlich und behandelt sogar die Bezeichnung als Reineke. Wahrscheinlich hatte ich damals einfach eine gro&szlig;e Geschichte erwartet anstatt der lapidaren Erkl&auml;rung, dass &#8222;Fuchs&#8220; &#8222;der Geschw&auml;nzte&#8220; bedeutet. Der Geschw&auml;nzte&#160;&#8211; wird das dem Bild von einem Meister des Wortes und der feingesponnenen List gerecht? Ich finde nicht. Aber wom&ouml;glich sch&auml;tzt man den Fuchs auch nicht so sehr, wenn er st&auml;ndig das Mittagessen mopst. (&#8216;Sich mopsen&#8216; steht f&uuml;r sich langweilen, bzw. sich &auml;rgern und wer m&ouml;pselt, der riecht muffig. Was man alles lernen kann, wenn man sich bei der Anzahl der &#8222;P&#8220;s nicht sicher ist&#8230;)</p>
<p>Zum Abschluss schaue ich noch, wenn ich schon beim eher unauff&auml;lligen, aber netten Buchstaben F bin, beim Februar vorbei. Bin ich eigentlich allein mit meiner Angewohnheit, den Buchstaben und Zahlen irgendwelche Eigenschaften zuzuordnen? Ich finde &#8559; einfach sehr sympathisch. Doch der Februar enth&auml;lt kein M, daf&uuml;r eine nette Hintergrundgeschichte. Bis zum 16. Jahrhundert hie&szlig; der zweite Monat des Jahres Hornung oder Sporkel. Sporkel gef&auml;llt mir wirklich, viel besser als die strikte Durchnummerierung der R&ouml;mer besonders gegen Ende des Jahres.</p>
<p>Februar ist ein Reinigungsmonat, im altr&ouml;mischen Jahreskalender der letzte Monat vor dem Beginn des neuen Jahres, das die Iden des M&auml;rzes mit sich bringt, die Sylvesterparties der R&ouml;mer. Und hier muss ich sagen, haben die R&ouml;mer mal wieder ihren Sinn f&uuml;rs Praktische bewiesen: Klar, dass jeder Aufr&auml;umen will und angestaute Erinnerungen entr&uuml;mpelt, um Platz f&uuml;r das neue Jahr zu schaffen. Doch wer schon mal die zwei Stunden &#8222;Helligkeit&#8220; zum Dachbodenaufr&auml;umen nutzen wollte, sich unter lebensfeindlichen Bedingungen mit mehr als nur R&uuml;ckenwind mit seinem Altpapierkorb zum Container durchk&auml;mpfen musste, der w&uuml;sste den Februar als Bilanzmonat mit Reinigungswirkung zu sch&auml;tzen. Nochzumal dann sowieso wieder Fr&uuml;hjahrsputz ansteht. Bei der anschlie&szlig;enden gro&szlig;en Neujahrsfeier w&uuml;rde man sich zudem nicht die Handschuhe versauen, beim Versuch, die Sylvesterb&ouml;ller vom gefrorenen, heiligen Schwabenl&auml;ndleboden zu entfernen.</p>
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		<title>Karfunkel und Furunkel</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 20:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Ich liebe die Etymologie (= Wortherkunft) wegen der Geschichte, die sie den W&#246;rtern gibt.
Diesen Beitrag k&#246;nnt ihr euch unter dem Punkt &#8222;Vorlese-Archiv&#8220; in der Seitenleiste von mir vorlesen lassen!
So ist vielleicht dem ein oder anderem der Begriff &#8222;Karfunkel&#8220; bekannt. Ich kenne es nur von dem Buch &#8222;Mein Freund Karfunkel&#8220; (1979) von Rosel Klein, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="left" src="http://lh6.google.de/LysannK/R4Zu6_JwhCI/AAAAAAAAANY/KPi0kSkwVIM/s144/Etymologie-Latein.jpg" alt="" hspace="10" vspace="10" align="left" /> <strong>Ich liebe die Etymologie (= Wortherkunft) wegen der Geschichte, die sie den W&ouml;rtern gibt.</strong><br />
<em>Diesen Beitrag k&ouml;nnt ihr euch unter dem Punkt &#8222;Vorlese-Archiv&#8220; in der Seitenleiste von mir vorlesen lassen!</em></p>
<p>So ist vielleicht dem ein oder anderem der Begriff &#8222;Karfunkel&#8220; bekannt. Ich kenne es nur von dem Buch <a href="http://www.buecher-fundgrube.de/images/Mein%20Freund%20Karfunkel.jpg">&#8222;Mein Freund Karfunkel&#8220;</a> (1979) von Rosel Klein, in dem ein M&auml;dchen sich nach anf&auml;nglichem Hass mit dem Sohn des Direktors namens &#8222;Himmelsbach&#8220; anfreundet. Da sieht man mal wieder, was man sich alles ungewollt merkt. Besonders dieser au&szlig;ergew&ouml;hnliche Name blieb h&auml;ngen, den nun &uuml;brigens auch der Oberb&uuml;rgermeister meines Heimatbezirks <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;time=&amp;date=&amp;ttype=&amp;q=heilbronn&amp;ie=UTF8&amp;ll=49.138597,9.228516&amp;spn=6.799817,20.566406&amp;t=h&amp;z=6&amp;iwloc=addr&amp;om=1">Heilbronn</a> (wer&#8217;s nicht kennt, hat nichts verpasst) tr&auml;gt. Doch was der Name Karfunkel bedeutet, wurde im Buch nicht enth&uuml;llt und so verbinde ich den Namen mehr mit einer unangenehmen Hauterscheinung: dem Furunkel.<br />
Dank meines Lieblingsbuches, dem <a href="http://www.duden.de/suche/detail.php?isbn=3-411-04074-2">Duden Herkunftsw&ouml;rterbuch</a>, mit der mythischen Seriennummer 7, konnte ich diese eklatante Wissensl&uuml;cke, &uuml;ber die G&uuml;nther Jauch sicher den Kopf gesch&uuml;ttelt h&auml;tte, ausf&uuml;llen:</p>
<p>Mit &#8222;Karfunkel&#8220; bezeichnet man feurig rote Edelsteine. Urspr&uuml;nglich aus dem Lateinischen entlehnt &#8222;Carbunculus&#8220; (&#8211;&gt; Karbon&#8209;&#8230;) wurde es mit dem deutschen G&ouml;tterfunken im Hinterkopf umgewandelt in Karfunkel.<br />
Dieser Stein war mit Sagen umgeben, wie uns <a href="http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch&amp;mode=hierarchy&amp;textsize=600&amp;onlist=&amp;word=Karfunkel&amp;lemid=GK01851&amp;query_start=1&amp;totalhits=0&amp;textword=&amp;locpattern=&amp;textpattern=&amp;lemmapattern=&amp;verspattern=#GK01851L0">die Gebr&uuml;der Grimm</a> lehren. Er wuchs als Heil&#8209; und Zaubermittel im Sch&auml;del des Einhorns, im Gehirn der Kr&ouml;te, sogar im Magen des Kapaunen (kein Wunder, dass ihn heute kaum einer mehr kennt. Wer sucht schon dort danach?). Als Tinkturschatz in der Alchemie gepriesen, fand er auch viel Wertsch&auml;tzung unter den romantischeren Schreiberlingen. Albertinus: &#8222;Der karbunkl ist fewrf&auml;rbig und scheinet dermaszen, dasz sein glanz so gar durch die nacht nit kan uberwunden werden.&#8220; (der welt tummel&#8209; und schauplatz; M&uuml;nchen 1612: 839)</p>
<p>Und was macht man mit neuem Wissen? Genau man freut sich, wenn man dadurch die Fehler anderer Leute entlarven kann und die Welt ein bischen besser versteht. Bestes Beispiel bei der Google-Suche nach dem Karfunkel-Buch: <a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/514FSPFYBEL._AA240_.jpg">Sir Arthur Conan Doyles &#8222;Der blaue Karfunkel&#8220;.</a> Da wusste wohl auch die &Uuml;bersetzerin die genaue Bedeutung nicht mehr.<br />
<strong><br />
Aber eine Lysann will es genau wissen: Woher kommt nun das Wort Furunkel?</strong></p>
<p>In der Wortabteilung F sto&szlig;e ich auf einen besonders gro&szlig;en Abschnitt der zu dem gesuchten Wort geh&ouml;rt. Treffer! Das bedeutet n&auml;mlich, besonders viel Geschichte und Assoziationen. Lassen wir uns mal in die Geschichte des vernachl&auml;ssigten Furunkels f&uuml;hren:</p>
<p>Im 16. Jahrhundert&#160;&#8211; wie so vieles aus den lateinische Gefilden gewaltsam ins germanische Reich r&uuml;bergezerrt&#160;&#8211; wurde unser sympathisches Wort f&uuml;r &#8222;Eitergeschw&uuml;r&#8220; vom lateinischem furunculus entlehnt. Wie wir alle wissen, oder zumindest ich nach mehreren Jahren Unterricht wissen sollte, ist Furunculus eine Verkleinerungsform von der Stammform &#8222;Fur&#8220;, dem Dieb. Wir haben es also mit einem &#8222;kleinen Spitzbuben&#8220; (Duden) oder Diebchen zu tun. Nachgewiesen ist auch die Bedeutung als &#8222;Nebensch&ouml;ssling&#8220;, aus dem Gebiet der Rebst&ouml;cke. Das f&uuml;hrt zu der Theorie, dass Winzer das Wort &#8218;Furunkel&#8216; &auml;hnlich wie &#8218;Geiz&#8216; (im Sinne von &#8218;schmarotzender Trieb&#8216;) urspr&uuml;nglich scherzhaft gebrauchten, weil die kleineren Nebentriebe des Rebstocks dem Haupttrieb den Saft &#8218;stehlen&#8216;.</p>
<p>Und was haben nun Rebst&ouml;cke mit unseren heutigen Furunkeln zu tun?<br />
Wohl weil ein Geschw&uuml;r dem Auge am Rebstock &auml;hnelt und eine Blutkonzentration um den Eiterherd bewirkt&#160;&#8211; also somit K&ouml;rpers&auml;fte moppst&#160;&#8211; &uuml;bertrug ein phantasievoller Arzt den Begriff auf die Entz&uuml;ndung.</p>
<p>Dies war also der langversprochene etymologische Abstecher in die tiefsten Tiefen des verborgenen Wortsinns. Konnte ich euer Herz nicht mit meiner Geschichte &uuml;ber Furunkel erw&auml;rmen, so sollen Goethes Worte f&uuml;r mich sprechen:</p>
<p>&#8222;doch ich f&uuml;hle schon erbarmen<br />
im carfunkel deines blicks.&#8220;</p>
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		<title>Dieburgs Maria</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die heilige Maria steht and&#228;chtig auf ihrer S&#228;ule. Auf kleinstem Platz sich vollkommen ausbreitend, verstrahlt sie Geborgenheit und heilige Stille. Um sie herum zieht sich ein Kreis aus Rosen, die sich von ihrer Kraft n&#228;hren. Braun d&#252;rre Ranken sind es jetzt, eher besch&#252;tzend ziehen sie sich knarrend enger um die Marie, damit sie nicht friert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die heilige Maria steht and&auml;chtig auf ihrer S&auml;ule. Auf kleinstem Platz sich vollkommen ausbreitend, verstrahlt sie Geborgenheit und heilige Stille. Um sie herum zieht sich ein Kreis aus Rosen, die sich von ihrer Kraft n&auml;hren. Braun d&uuml;rre Ranken sind es jetzt, eher besch&uuml;tzend ziehen sie sich knarrend enger um die Marie, damit sie nicht friert, so wie sie. Der Wasserring, der die heilige Maria umschloss, ist vertrocknet.<br />
Wenn im Sommer Sonnenstrahlen aus dem Wasser &uuml;ber ihr Gesicht schimmern, wie mag es sich wohl anf&uuml;hlen?</p>
<p>Was der Name Maria bedeutet, ist nicht einstimmig gekl&auml;rt. Es tauchen sowohl Erkl&auml;rungen wie &#8222;die von Gott geliebte&#8220; oder &#8222;die Widerspenstige&#8220; sowie &#8222;die dem Meer entsprossene&#8220;, &#8222;die Betr&uuml;bte&#8220; oder auch &#8222;die Sch&ouml;ne&#8220; auf. Wie weit doch diese Eigenschaften auseinander liegen. Es dokumentiert, wie viel in dieses alte Frauensymbol hineininterpretiert wurde.<br />
Das Zeichen der heiligen Marie ist die Rose. Wie innig diese Verbindung ist, zeigt folgende Geschichte:<br />
Auf einem alten Friedhof waren Grabmale zu finden, die zu verwittert waren, um sie einem Namen oder einer Zeit zuzuordnen. Doch ungeachtet ihrer Vergessenheit, bl&uuml;hte eine Rose auf einem einzelnen Grab. Ein Rosenkenner entdeckte sie und konnte feststellen, dass es sich um eine sehr alte Sorte aus den Anfangstagen der Rosenz&uuml;chtung handelte. Zu Goethes Lebzeit bl&uuml;hte sie dort und schm&uuml;ckt und sch&uuml;tzt noch immer das Grab.</p>
<p>Etwas abseits der Gro&szlig;-Umst&auml;der Hauptstra&szlig;e ist die Dieburger Maria zu finden. Nur wer sucht sie?</p>
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