Ich habe mir gesagt: „Wenn du jetzt kurz was schreibst, bekommst du auch deine Schokokuchen-Backmischung.“ Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich will natürlich keinen Kuchen backen. Nein, meine neuste Erfindung sieht vor, dass ich den Teig anrühre, aber nur solang in den Ofen schiebe, dass erstens das blöde Backpulver draussen ist, von dem man Bauchschmerzen bekommt und zweitens schmeckt warmer Schokokuchenteig mit Kruste auch noch besser! Ha! Ich habe nur das Problem, dass ich losgehen und es kaufen muss.
Ich bin froh, dass es diese Hürde gibt, sonst würde ich jeden Tag Schokolade essen. Trotz allem. Trotz konsequenter gesunder Ernährung. Trotz einstündigem Joggen gestern und trotz tausender Artikel, in denen steht, dass Schokolade dick (und damit unglücklich) und schlechte Haut macht (und damit unglücklich) und besonders bei mir nervliche Kapriolen auslöst (die meine Umwelt ertragen muss, was auf Dauer auf mich zurückfällt und unglücklich macht). Egal. Dass ich mich selbst erpresse, um Dinge zu erledigen, finde ich übrigens normal. Ich meine, wer muss sich selbst nicht jedes Mal überzeugend sagen: „Iss es, das ist gesund und lecker!“ wenn er Obstsalat vor sich hat, aber auf den Pudding schielt? Eigentlich bin ich die ganze Zeit am Verhandeln mit mir selbst. Der Nachteil ist, dass man schlecht verhandeln kann, wenn es darum geht ein „guter Mensch“ zu sein. Entweder man zieht es durch oder nicht. Fast wie Fenster-putzen. Ein Fenster zählt nicht.
Wie dem auch sei, ich merke selbst, dass ich etwas plaudernd werde. Daher die Überschrift, die meine verborgene Sympathie für schwäbische Flüche zum Ausdruck bringen soll. Zu allem Überfluss (Achtung Wortspiel) hat es gerade angefangen zu regnen. Ich korrigiere: Zu schütten. Vielleicht bleibe ich doch schlank und glücklich. Eine Anmerkung sei mir erlaubt:
„Hemmel Herrgoddsagrament leck me am Arsch Scheißglômb verreggds!!“
Und weil ihr euch genauso wie ich so schön bis nach unten durchgequält habt, habe ich hier auch etwas für euch – fast so schön wie Schokolade:
Jedes Jahr wird der Ig-Nobelpreis verliehen (von engl.: ignoble), auch der „Anti-Nobelpreis“ von manchen genannt. Dieses Jahr beeindruckte mich besonders die kreative Leistung der Kategorie Linguistik. Ich zitiere Wikipedia:
„Der Preis ging an ein Team der Universität von Barcelona dafür, dass sie zeigten, dass Ratten unfähig sind, eine Person, die japanisch rückwärts spricht von einer Person zu unterscheiden, welche niederländisch rückwärts spricht.“
Was wohl ein Schwabe dazu sagen würde?
„Heiligsblechle! Wenn Du so lang wärsch wia bleed, nô könnsch dr Mond am Arsch lecka!“






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