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	<title>Elysisch &#187; Frust</title>
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	<description>Die Welt mit anderen Worten sehen.</description>
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		<title>Himmelarschundzwirn! Diese verdammte Post!</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 14:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlossene Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Lageberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt-Dieburg]]></category>
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		<description><![CDATA[ Ich bin auf dem Pfad des Todes. Jemand wird dran glauben m&#252;ssen. Und was ist der Grund?
Meine pers&#246;nliche H&#246;lle namens Post.
Wie in dem Beitrag &#8222;W&#246;chentlich gr&#252;&#223;t der murmelnde Postmitarbeiter&#8220; angek&#252;ndigt, begab ich mich heute ins Zentrum des Schreckens: Die Post von Dieburg.
Ich lie&#223; mich nicht abschrecken, ging direkt zu den Umschl&#228;gen und suchte den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.physiologus.de" target="”_blank”"><img class="left" src="http://lh5.google.com/LysannK/R07QfQghB5I/AAAAAAAAAHE/dTsSJTY6xvc/s144/faust2.jpg" alt="" hspace="10" vspace="10" align="left" /></a> Ich bin auf dem Pfad des Todes. Jemand wird dran glauben m&uuml;ssen. Und was ist der Grund?<br />
Meine pers&ouml;nliche H&ouml;lle namens Post.</p>
<p>Wie in dem Beitrag <a href="http://lysann.twoday.net/stories/4490595/">&#8222;W&ouml;chentlich gr&uuml;&szlig;t der murmelnde Postmitarbeiter&#8220;</a> angek&uuml;ndigt, begab ich mich heute ins Zentrum des Schreckens: Die Post von Dieburg.<br />
Ich lie&szlig; mich nicht abschrecken, ging direkt zu den Umschl&auml;gen und suchte den passenden aus, stellte mich an und erblickte SIE. Direkt vor mir schlo&szlig; der Schalter mit der liebensw&uuml;rdigen Br&uuml;netten und SIE &ouml;ffnete ihre Pforten. Ein Blick und wir beide wussten: Das w&uuml;rde nicht gut ausgehen. Ich habe es eilig, muss eine Freundin rechtzeitig zum Bahnhof bringen. SIE hat alle Zeit der Welt.</p>
<p>Doch ich bin Optimist, trage mein Anliegen vor, zeige ihr den Umschlag mit dem Buch und dass ich gern den Umschlag bez&#8212; SIE dreht sich um. In aller Ruhe stempelt sie Pakete und stapelt Kisten. &Auml;hm, Entschuldigung? Ein Blick auf mich und der Entschlu&szlig; in ihren Augen: &#8222;Die kann noch warten&#8220;. SIE auch bekannt unter dem Namen Marianne &#8558;. (Neu-Taufung meinerseits) bemerkt, dass es leider sonst nichts mehr zu tun gibt und kehrt zur&uuml;ck. Freundlich wie immer. &#8222;Dat geht nich&#8220;. Wie das geht nicht? Das ist eine verdammte Buchsendung, was soll da nicht gehen? Sie &uuml;berwindet sich zu einer Antwort: &#8222;Na, Buchsendung kann ich nich Briefmarken geben. Geht nich.&#8220; Ja, aber warum?? &#8222;Ja, gibt so&#8217;nen Code. Muss ich direkt drucken.&#8220; Wo ist das Problem? Liegt doch vor ihr, soll sie&#8217;s draufkleben, draufstempelt oder sonstwas, Hauptsache weg! Ein Gedanke braut sich zusammen, ihre Stirn zeigt es deutlich. &#8222;Warten&#8217;s mal. Na dat wiegt doch zuviel. Gebens mal her. So. Mehr als&#8217;n Kilo. P&auml;ckchen.&#8220; So, da hab ich&#8217;s. Was muss der Kunde auch so doof nachfragen? Jetzt bin ich offiziell zum Geldbeutelleeren verurteilt. Umschlag (zu klein) und P&auml;ckchenversand&#160;&#8211; das macht 7 Euro. Und an diesem Punkt bin ich bereit, als liebes, nettes M&auml;dchen, das nur Gutes will, dieser Angestellten &#8222;eins in die Fresse zu schlagen&#8220;. Meine Gewaltbereitschaft ergie&szlig;t sich in Gewaltphantasien, ich plane Boykottaktionen, zerfetze Versandtaschen und sie sitzt mittendrin als Geisel. Aber ich hab es ja eilig. Wann anders.</p>
<p>Ich renne zum Auto samt Buch in Quetschverpackung, einem weiteren Umschlag (wieder das alte Problem, dass man mehrere kaufen muss), P&auml;ckchenzettel zum Ausf&uuml;llen, Quittung und &#8211;&#160;irgendwie haben sie sich wieder eingeschlichen&#160;&#8211; zwei Prospekte f&uuml;r ein Postbankkonto. Wie eine Bl&ouml;de rase ich zum Hauptbahnhof, doch davor muss ich durch den Dieburger Wald (endlos) und ganz Darmstadt (endloser). Bei der sechsten roten Ampel steht das Wort &#8222;scheitern&#8220; klar vor meinen Augen. Auch das werde ich nicht schaffen.<br />
Wir kommen zu sp&auml;t, der Zug ist fort, ich bin Schuld und mein Buch ist immer noch nicht verschickt.</p>
<p>Manche werden jetzt sagen: &#8222;Ach, positiv sehen!&#8220;. Stimmt. Jetzt habe ich mehr Platz im Zimmer. Da das Buch f&uuml;r 13 Euro verkauft wurde, ich zwei Euro an Amazon abdr&uuml;cken muss und 7 Euro f&uuml;r das P&auml;ckchen bezahlen musste, habe ich ja immerhin noch 4 Euro Gewinn gemacht. Wenn man von den Spritkosten und dem Umstand absieht, dass das Buch neu war und andernorts f&uuml;r 18 Euro angeboten wird. In der Zwischenzeit wurde wieder ein Buch von mir gekauft. Hurra.</p>
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		<title>W&#246;chentlich gr&#252;&#223;t der murmelnde Postmitarbeiter</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 18:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschlossene Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Lageberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>

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		<description><![CDATA[ Mit Entsetzen schaue ich dem kommenden Tag entgegen: Ich muss zur Post.
Nicht weniger als ein Trauma habe ich als nettes &#220;berbleibsel vom letzten Besuch. Eine B&#252;chersendung war der Grund. Und eine B&#252;chersendung treibt mich auch morgen in die Arme des gelben Nervengifts. Studenten wie ich verkaufen n&#228;mlich ihr letztes Hab und Gut (B&#252;cher) auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="left" src="http://lh5.google.com/LysannK/R02-RgghB4I/AAAAAAAAAGk/G4NftkM4VH0/s144/Arofol.jpg" alt="" hspace="10" vspace="10" align="left" /> Mit Entsetzen schaue ich dem kommenden Tag entgegen: Ich muss zur Post.<br />
Nicht weniger als ein Trauma habe ich als nettes &Uuml;berbleibsel vom letzten Besuch. Eine B&uuml;chersendung war der Grund. Und eine B&uuml;chersendung treibt mich auch morgen in die Arme des gelben Nervengifts. Studenten wie ich verkaufen n&auml;mlich ihr letztes Hab und Gut (B&uuml;cher) auf Amazon.<br />
Doch &uuml;berzeugt euch selbst. Im Folgenden lest ihr den Bericht der armen &#8211;&#160;sowohl finanziell als auch schicksalstechnisch&#160;&#8211; Lysann K. aus &#8558;.</p>
<p>An einem eiskalten Novembernachmittag machte sich die ahnungslose Lysann K. auf den Weg zur Postfiliale &#8558;. Ihr Wunsch ist ein Luftpolsterumschlag, ausreichend frankiert, um ein Buch zu versenden. Sie stellt sich an. Sie wartet. Sie kommt dran. Marianne &#8558;. (Namen frei erfunden) empf&auml;ngt sie kritisch. Was sie denn wolle. Einen gepolsterten Umschlag UND frankiert? Lysann K. wird in den T&uuml;rbereich verwiesen, wo Umschl&auml;ge zu finden seien. Lysann K. entgegnet, dass sie sich diese bereits zu Gem&uuml;te gef&uuml;hrt habe, allerdings gibt es nur drei Umschl&auml;ge in einem und sie ben&ouml;tige ja nur einen einzigen f&uuml;r das Buch. (Au&szlig;erdem ist sie arm und die Post unversch&auml;mt&#160;&#8211; teuer.) Nein, hier g&auml;be es sowas nich, kontert Marianne &#8558;. Wieso nicht, will Lysann K. wissen. Ein Blick und dann ein Fingerzeig: &#8222;Da finden Sie die Umschl&auml;ge. Sie m&uuml;ssen aber ein wenig gr&ouml;&szlig;ere als das Buch aussuchen, sonst passt das nich.&#8220; Vielen Dank. Ich gehe wieder nach au&szlig;en. Suche mir die passenden Umschl&auml;ge aus. Vermeide, den Preis zu bemerken. Stelle mich wieder hinten an. Warte. Wieder Marianne &#8558;. Leicht z&ouml;gernd. &#8222;Ja, bitte?&#8220;. Lysann K. verlangt betont freundlich passende Frankierung zu den nigelnagelneuen Umschl&auml;gen. Mit einem sehr breitem L&auml;cheln. Marianne K. &#8222;Nee, ich verkauf keine Frankierungsmarken. Da m&uuml;ssen sie sich nebenan anstellen. &Uuml;brigens brauchen Sie f&uuml;r eine B&uuml;chersendung auch spezielle Klammern. Die finden Sie da hinten&#8230;&#8220; Lysann K. versucht gelassen zu bleiben, ignoriert freundlich diesen aufmerksamen Rat und stellt sich nun bei der anderen Schlange an. Diesmal tr&auml;gt Lysann K ihr Anliegen Brigitte &#8558;. vor. Wie alle Angestellten schaltet auch diese ab und muss alle Informationen nachher vereinzelt nachfragen. Notiz auf mentaler To-Do-Liste: &#8222;Ich muss gelassener werden!&#8220;. Kurze Zeit sp&auml;ter h&auml;lt Frau Lysann K. ein Buch, 2 Brosch&uuml;ren zur Postbank, 3 Umschl&auml;ge und 4 fitzelkleine einzelne Briefmarken in der Hand. Geschafft. Doch die Freude sollte nicht lange w&auml;hren.<br />
Ich r&uuml;ste mich f&uuml;r morgen mit Schokolade, innerem erhabenen L&auml;cheln und drei riesigen Luftpolsterumschl&auml;gen&#160;&#8211; auch wenn ich nur ein gro&szlig;es Buch besitze, das ich nun verkaufe&#160;&#8211; und kehre zwei Euro reicher (denn gr&ouml;&szlig;ere Umschl&auml;ge sind nat&uuml;rlich wegen dem Materialverbrauch dreifach so teuer) heim.</p>
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