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	<title>Elysisch &#187; Journalismus</title>
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	<description>Die Welt mit anderen Worten sehen.</description>
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		<title>Die wei&#223;e Magie Journalismus</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 13:19:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lerne gerade. Pr&#252;fungsfach: Einf&#252;hrung in Journalistik und den Online-Journalismus.
Das ist auch ganz nett. Wenn mich Journalismus interessieren w&#252;rde. Doch von Anfang an.[Vorlesbar]
Ein Teil des Pr&#252;fungsstoffes ist beispielsweise die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, Journalismus zu studieren. &#196;hem&#8230; Muss irgendjemand anderes seine Studienwahl auch erst auswendig lernen und dann in der Pr&#252;fung begr&#252;nden? Das macht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="left" src="http://lh3.google.de/LysannK/R68H6J8rN0I/AAAAAAAAAQA/ttpQCmaPnfQ/s288/The%20Flick%20Chicks%20Movie%20Reviews%20critics%20Vanity%20Fair%202.jpg" alt="" hspace="15" vspace="10" align="left" /><strong>Ich lerne gerade. Pr&uuml;fungsfach: Einf&uuml;hrung in Journalistik und den Online-Journalismus.<br />
Das ist auch ganz nett. Wenn mich Journalismus interessieren w&uuml;rde. Doch von Anfang an.</strong>[Vorlesbar]</p>
<p>Ein Teil des Pr&uuml;fungsstoffes ist beispielsweise die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, Journalismus zu studieren. &Auml;hem&#8230; Muss irgendjemand anderes seine Studienwahl auch erst auswendig lernen und dann in der Pr&uuml;fung begr&uuml;nden? Das macht mich skeptisch.</p>
<p>Dann die Tatsache, dass ich die ganze Zeit hier lese, schreibe, lerne, was guten Journalismus ausmacht, was f&uuml;r ethische Vorstellungen ein Journalist hat und wie wichtig Journalismus ist.</p>
<p><strong>Ich kann das ja alles nachvollziehen.</strong> Und ich kann es gerade so lernen. Aber innerlich str&auml;ubt es sich doch.<br />
Ich bin nach Darmstadt gegangen, weil mich PR interessiert. Und PR wird auch irgendwann Teil des Stundenplans werden, aber erst sind wir alle &#8211;&#160;die Journalisten und die PRler&#160;&#8211; auf einer gemeinsamen Basis. Daher dieses Fach &#8222;f&uuml;r gegenseitiges Verst&auml;ndnis&#8220;.</p>
<p><strong>Tatsache ist: Ich f&uuml;hle mich wie ein schwarzer Magier, der sich durch das Geschleime der wei&szlig;en Magie durcharbeiten muss, bevor er endlich Hand an die verbotenen, machtvollen B&uuml;cher legen darf.</strong> Wenn &uuml;berhaupt. Es tut mir leid, dass ich kein gro&szlig;e Verpflichtung der Bev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber f&uuml;hle, sie &uuml;ber die Machenschaften der Parteien aufzukl&auml;ren. Ich bin einfach nicht Politik-interessiert. Ich sch&auml;tze es, dass es Leute gibt, die das gerne machen. Aber ich geh&ouml;re definitiv nicht dazu. Und jetzt lese ich diese strahlenden Credos von Wahrhaftigkeit und Meinungspluralit&auml;t, Unabh&auml;ngigkeit und wei&szlig;en Rittern der Freiheit &#8211;&#160;doch es ist einfach anstrengend&#160;&#8211; wenn nicht sogar giftig.</p>
<p><strong>Was ist an der Wahrheit toll?</strong> Nicht jeder will sie h&ouml;ren, kaum einer teilt die des anderen und wenn jemand wirklich wahr schreiben will, kann er sich kaum einer Sache sicher sein. Klar, die Wahrheit ist notwendig, aber ab und zu kommmt es mir wie Geheuchel vor, diese Ideale, die Wahrheit verbreiten zu wollen und die Menschheit zu befreien. Alles ist Manipulation. Versuch mal eine Meldung zu schreiben ohne Kommentar&#160;&#8211; ich k&ouml;nnte daran verzweifeln.</p>
<p>Ich bin also kein negativer, desillusionierter Mensch, der der Wahrheit den R&uuml;cken zugewandt hat und sich nun den schwarzen M&auml;chten verschrieben hat. <strong>Nein, ich liebe das Spiel </strong>der Beeinflu&szlig;ung, der Taktik, der unterschwelligen Botschaften. Ich schaue lieber Werbung als SternTV (jeder, der die Fernbedienung mal an mich verloren hat, wei&szlig; es nur zu gut) und nehme alle Werbeprospekte oder Flyer mit, die rumliegen. Eine Spielwiese, ein magisches Land der Worte und Verzauberung, ein ungebrochener Bann der Bilder&#8230;alles lernbar&#8230;alles vor unseren Augen&#8230;.</p>
<p><strong>Doch ich sitze hier vor der wei&szlig;en Magie</strong> und lese immer wieder wie ich armen Blinden den rettenden Weg zeigen kann, wie man mit Aufrichtigkeit das Elend der Welt l&ouml;st und das ist schlicht nicht mein M&auml;rchen.</p>
<p>Vielleicht habe ich einen kleinen Hang zur Gaunerei, zur List und T&uuml;cke, aber ich sch&auml;tze eine kunstvolle, komplex aufgebaute Wahrheitsvertuschung h&ouml;her als die plumpe Tatsache. Es ist eine Herausforderung an den Intellekt, an die Menschenkenntnis, die Fantasie&#8230;.</p>
<p><strong>Das musste mal gesagt werden.</strong> Jetzt kann ich friedlich weiterlernen und ich danke f&uuml;r die Aufmerksamkeit!</p>
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		<title>Breit angelegte Ausbildung</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 12:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lysann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Am Rand]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Studieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Fr&#252;her dachte ich, die &#8222;dreckigen&#8220; Recherchemethoden w&#228;ren eine Seltenheit im journalistischen Alltag, ja, sogar eine &#220;bertreibung des Fernsehens. Doch nun studiere ich Journalismus und was wir lernen, kann sich sehen lassen:
Ganz oben stehen effiziente Bestechungstechniken. Gerade im Hinblick auf die sinkenden Budgets ist es von Vorteil, m&#246;glichst niedrige Schmiergelder schnell auszuhandeln. Ge&#252;bt wird auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fr&uuml;her dachte ich, die &#8222;dreckigen&#8220; Recherchemethoden w&auml;ren eine Seltenheit im journalistischen Alltag, ja, sogar eine &Uuml;bertreibung des Fernsehens. Doch nun studiere ich Journalismus und was wir lernen, kann sich sehen lassen:<br />
Ganz oben stehen effiziente Bestechungstechniken. Gerade im Hinblick auf die sinkenden Budgets ist es von Vorteil, m&ouml;glichst niedrige Schmiergelder schnell auszuhandeln. Ge&uuml;bt wird auf dem Flohmarkt (nach Erfahrung sind besonders die Darmst&auml;dter Flohmarkth&auml;ndler extrem stur).<br />
Ebenso wertvoll f&uuml;r den sp&auml;teren Berufsalltag: der Kurs &#8222;unorthodoxe Informationsrecherche&#8220;. Er hat die Erpressung und diverse Verh&ouml;rtechniken zum Inhalt. Der Umgang mit Elektroschocks, L&uuml;gendetektoren, Schlafentzug oder Erniedrigung werden in speziell bereitgestellten R&auml;umen immer und immer wieder einge&uuml;bt bis jeder qu&auml;lende, wahrheitsbringende Griff sitzt. Auch hier wird Wert auf die Praxis gelegt: Jeder Student wird dazu angehalten, wichtige Informationen aus Dozenten herauszupressen, sie mental angreifbar zu machen und in Horden &#8222;weich&#8220; zu fragen. Bis sie endlich verraten was wie wo bis wann gelernt werden muss.<br />
Sollte der Informant trotzdem nicht gewillt sein, dem Journalisten die dringend ben&ouml;tigte Information auszuh&auml;ndigen, so lohnt sich vielleicht ein kleiner Ausflug in dessen Wohnung. Auch hierauf ist der moderne Journalismusstudent vorbereitet: Der Unterricht gliedert sich in Materialkunde und Geschicklichkeitsveranstaltungen und wird durch Schulungen zu den neuesten Alarmsystemen erg&auml;nzt.<br />
Der Informant wusste leider doch nichts, so wie er es kurz vor dem Zusammenbruch beteuert hat? Macht nichts. Dann kommt jetzt Schritt drei. Auch dieser wird sorgf&auml;ltig ge&uuml;bt und analysiert, um die Studenten beim Berufsstart nicht ins kalte Wasser zu werfen. Die Rede ist vom Einschleusen. Nichts geht &uuml;ber diese alte, beliebte Variante, um Misst&auml;nde aufzudecken. Wer ein gro&szlig;er Journalist sein will, sollte es zumindest einmal ausprobiert haben. Eine neue Frisur, viel Selbstvertrauen und Menschenkenntnis und fertig ist er: Der neue Mitarbeiter. F&uuml;r diese Meisterleistung, dem wahren Abschlusstest, werden jahrelang Schauspielunterricht und Make-up-Kurse belegt. Um auch hier den Praxisanteil zu erh&ouml;hen, bem&uuml;hen sich die Dozenten Aufgaben zu stellen, die die betr&uuml;gerischen F&auml;higkeiten, schnellen Anpassungsreaktionen und das sympathische Nichtsdahersagen von Studenten verbessern.</p>
<p>Letzten Endes ist jedoch alles eine Frage der Pers&ouml;nlichkeit, f&uuml;r welche Methode man sich entscheidet. Kaum jedem wird es gefallen, den zu Verh&ouml;renden k&ouml;rperlich n&auml;her zu kommen, w&auml;hrend andere die Bedienung elektrischer Ger&auml;te und Eisenwaren (Daumenschrauben) scheuen.<br />
Die fundierte Rechercheausbildung wird jedem sp&auml;ter einmal von Nutzen sein. Ich unterst&uuml;tze diese sinnvolle Verwendung unserer Studiengelder.</p>
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